Ev. Luth. Kirchengemeinde Ledeburg Stöcken
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Konfirmandenordnung
für die Ev.-luth. Kirchengemeinde Ledeburg-Stöcken



Die Ordnung für die Konfirmandenarbeit der Ev.-luth. Kirchengemeinde Ledeburg-Stöcken in Hannover legt die Ziele, Regeln und Bedingungen der Konfirmandenarbeit fest.


Die Kirchengemeinde hat mit der Taufe Verantwortung für die Kinder und Jugendlichen übernommen, sie auf dem Weg des Glaubens zu begleiten. Darum ist die Konfirmandenarbeit so wichtig. Die Konfirmandenarbeit soll die Jugendlichen mit dem christlichen Glauben vertraut machen und sie befähigen, eigenverantwortlich als Christinnen und Christen zu leben. Die Konfirmandenzeit soll Erfahrungen eines Lebens aus dem Glauben ermöglichen.

Bei der Konfirmation stimmen die Konfirmandinnen und Konfirmanden bewusst und öffentlich in das Glaubensbekenntnis der Kirche ein. Sie versprechen auf den dreieinigen Gott, in dessen Namen sie getauft sind, ihr Vertrauen zu setzen. Sie bitten Gott darum, im Glauben zu wachsen und bewahrt zu werden. Ihnen wird bei der Konfirmation der Segen des lebendigen Gottes zugesprochen.

Noch nicht getaufte Kinder und Jugendliche lädt die Kirchengemeinde selbstverständlich zur Teilnahme an der Konfirmandenarbeit ein, wenn sie und ihre Erziehungsberechtigten dies wünschen.

1. Grundsätze

Evangelisch-lutherische Kirche lebt von den Gaben Gottes in Wort und Sakrament.

Die Konfirmandenarbeit hat ihre biblische Grundlage in der Zusage und dem Auftrag Jesu Christi: „Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum geht hin und macht zu Jüngern alle Völker. Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.“ (Evangelium nach Matthäus, Kapitel 28, Verse 18-20)

Nach apostolischer Weisung sollen Christen auskunftsfähig darin sein, was es bedeutet, im Glauben an Gott zu leben: „Seid allzeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist.“ (1. Petrusbrief, Kapitel 3, Vers 15)

Die Kirche lädt junge Menschen ein, gemeinsam zu erfahren und zu fragen, was es bedeutet, getauft zu sein und an Jesus Christus zu glauben und was das Evangelium von Jesus Christus für das eigene Leben und für das Zusammensein bedeuten kann.

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden sollen vertraut werden mit dem Leben der Kirche in gottesdienstlicher Feier und im Alltag der Welt, besonders aber mit der biblischen Botschaft.

Es ist wichtig, dass die Konfirmandinnen und Konfirmanden die Konfirmandenarbeit nicht als eine isolierte Veranstaltung erleben, sondern während der Konfirmandenzeit möglichst viel vom Leben der Gemeinde kennenlernen und aktiv daran teilnehmen können.

2. Inhalte der Konfirmandenarbeit

Folgende biblisch-kirchliche Themen sind Kernstücke der Konfirmandenarbeit: Taufe, Abendmahl, Vaterunser, Gebote, Glaubensbekenntnis und Gottesdienst.

Weitere Themen ergeben sich aus der Lebenswelt der Jugendlichen und werden problemorientiert berücksichtigt.

Die Kirchengemeinde mit ihren unterschiedlichen Angeboten, die diakonischen Einrichtungen in Hannover, sowie die Bedeutung der Landeskirche und der weltweiten und örtlichen Ökumene sind weitere Themen.

Diese Themen werden in verschiedenen Arbeitsformen den Konfirmanden und Konfirmandinnen nahegebracht. Angestrebt ist ein ganzheitliches Lernen, bei dem gefühlsmäßiges, wissenvermittelndes und soziales Lernen miteinander verknüpft sine und allen mit ihren Lernfähigkeiten individuelle Chancen eröffnet werden.

3. Anmeldung und Dauer

Angemeldet werden können Mädchen und Jungen zwischen dem 12. und 13. Lebensjahr, die zu Beginn der Konfirmandenzeit im siebten Schulbesuchsjahr sind.

Zur Anmeldung werden die Erziehungsberechtigten zusammen mit den zukünftigen Konfirmandinnen und Konfirmanden an einem Termin vor den Sommerferien eingeladen und gebeten, die Taufbescheinigungen mitzubringen. Der Termin wird rechtzeitig vorher im Mitteilungsblatt der Kirchengemeinde „combo“ bekannt gegeben.

Die Erziehungsberechtigten erhalten bei der Anmeldung eine Ausfertigung dieser Ordnung und werden über Form und Inhalt der Konfirmandenarbeit informiert.

Die Konfirmationen finden in Gottesdiensten statt, die an Sonntagen zwischen Ostern und Pfingsten ca. 2 Jahre nach Beginn der Konfirmandenzeit liegen. Der genaue Termin wird mindestens ein Jahr vorher bekannt gegeben.

4. Arbeitsmittel und Kosten

Für Arbeitsmaterial während der Konfirmandenzeit wird eine Pauschale von 25 € erhoben. Von den dann bereitgestellten Arbeitsmaterialien verbleiben am Ende der Konfirmandenzeit eine Bibel und ein Arbeitsbuch oder eine Mappe mit Arbeitsblättern im Besitz der Konfirmandinnen und Konfirmanden.

Weitere Kosten entstehen bei der Teilnahme an Konfirmandenfreizeiten, bei den Blocktagen oder bei Exkursionen (Ausflüge). Bei sozialer Härte besteht die Möglichkeit der Kostenbeteiligung durch die Gemeinde.

5. Umfang der Konfirmandenarbeit

Zur Konfirmandenarbeit gehören regelmäßige Konfirmandenstunden und weitere Veranstaltungen wie Freizeiten, Exkursionen und Gemeindepraktika. Die Teilnahme ist grundsätzlich verbindlich.

Die Konfirmandenzeit umfaßt insgesamt etwa 90 Unterrichtsstunden (á 60 Min).

Der Unterricht erfolgt in einer Mischung aus wöchentlich nachmittäglichen Unterrichtsstunden in einem der beiden Gemeindezentren (Bodelschwinghkirche und Corvinuskirche) und regionalen Blocktagen, die in der Regel samstags stattfinden. Die Schulferien sind unterrichtsfrei. Ein genauer Zeitplan wird den Erziehungsberechtigten und den Konfirmanden ausgehändigt.

Fester und verbindlicher Bestandteil der Konfirmandenzeit sind 1-2 regionale Wochenendfreizeiten, die sich in der Regel von Freitag nachmittag bis Sonntag nachmittag erstrecken.

Nach einem Erlaß des Niedersächsischen Kultusministeriums können Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme an Freizeiten zweimal pro Jahr an jeweils bis zu drei Unterrichtstagen vom Schulunterricht befreit werden.

Exkursionen, die nicht innerhalb der regelmäßigen Unterrichtsstunden durchführbar sind, werden rechtzeitig vom Zeitumfang bekannt gegeben.

Um das Gemeindeleben kennenzulernen, wird die Teilnahme an besonderen Festen und Veranstaltungen erwartet. Für eine begrenzte Zeit können auch Praktika in Arbeitsfeldern der Gemeinde anstelle der regelmäßigen Konfirmandenstunden abgeleistet werden.

Für das Fernbleiben vom Unterricht wird vorab oder in der folgenden Stunde eine schriftliche Entschuldigung durch einen Erziehungsberechtigten erwartet.

6. Teilnahme am Gottesdienst und am Heiligen Abendmahl

Die Konfirmandinnen und Konfirmanden nehmen an den Gottesdiensten der Gemeinde teil. Ein regelmäßiger Gottesdienstbesuch (erwünscht sind 30 in der Konfirmandenzeit) ist notwendig, wenn die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit dem gottesdienstlichen Leben vertraut werden sollen. Die Erziehungsberechtigten sind eingeladen, gemeinsam mit ihren Kindern an den Gottesdiensten teilzunehmen. Die Gottesdienstanwesenheit wird dokumentiert.

Einzelne Gottesdienste werden mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden gestaltet. Dadurch sollen sie im Rahmen des Möglichen zur verantwortlichen Mitarbeit auch in diesem Bereich angeregt und ermutigt werden.

Nachdem im Unterricht über die Bedeutung des Abendmahls gesprochen wurde, können alle Konfirmandinnen und Konfirmanden am Heiligen Abendmahl teilnehmen.

7. Verantwortliche der Konfirmandenarbeit

Die Konfirmandenarbeit wird von einem Team aus Pastoren / Pastorinnen und die Diakone / Diakoninnen verantwortet und gestaltet. Sie wird unterstützt von Ehrenamtlichen, Konfirmandeneltern und Praktikanten / Praktikantinnen.

8. Erziehungsberechtigte

Die Erziehungsberechtigten werden gebeten, die Konfirmanden während der Konfirmandenzeit mit Interesse zu begleiten sowie an den Elternabenden teilzunehmen. Angestrebt werden auch Veranstaltungen, die thematisch orientiert sind.

9. Konfirmation

Aufgrund der Teilnahme an der Konfirmandenarbeit entscheidet das Pfarramt über die Zulassung zur Konfirmation.

Die Zulassung kann versagt werden, wenn

  • - die Teilnahme an der Konfirmandenarbeit häufig versäumt worden ist
  • - diese Ordnung beharrlich verletzt worden ist
  • - besondere Gründe im Verhalten die Konfirmation nicht gerechtfertigt erscheinen lassen. 

Vor einer Nichtzulassung wird ein eingehendes Gespräch mit der betreffenden Konfirmandin oder dem Konfirmanden und deren Erziehungsberechtigten geführt. Über die Nichtzulassung muss der Kirchenvorstand beraten. Gegen die Versagung der Konfirmation können die Erziehungsberechtigten Beschwerde beim Superintendenten / bei der Superintendentin des Amtsbereiches bzw. beim Landessuperintendenten / bei der Landessuperintendentin einlegen.

10. Beschluss über die Ordnung

Diese Ordnung haben Kirchenvorstände und Pfarramt der Region am 13.04.2005 gemäß § 14 des Kirchengesetzes über die Konfirmandenarbeit vom 14.12.1989 (Kirchl. Amtsbl. S. 154), geändert am 16.12.1999 (Kirchl. Amtsbl. S 247), beschlossen.

Sie gilt erstmalig für den Jahrgang 2005.

(Die Konfirmandenordnung in der hier vorliegenden Fassung ist redaktionell überarbeitet, da seit dem 1. April 2006 die beiden Kirchengemeinden der Region, Ev.-luth. Bodelschwingh-Kirchengemeinde und Ev.-luth. Corvinus-Kirchengemeinde, zur neuen Kirchengemeinde Ledeburg-Stöcken fusioniert sind.)










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